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Die Sankt Cyriakus Kirche

Die katholische Kirche in Zimmerbach wurde 1853 erbaut und ist dem heiligen Cyriakus geweiht.

Cyriakus gilt als einer der vierzehn Nothelfer. Die Anrufung der Nothelfer stellt im süddeutschen, schweizerischen und tirolerischen Raum einen Bestandteil der katholischen Riten dar. Cyriakus zählt zu den frühchristlichen Märtyrern und wird gern und oft als Diakon mit einem gefesselten Dämonen zu seinen Füßen dargestellt.

Das Fest des heiligen Cyriakus wird seit 354 am 8. August gefeiert. Der Überlieferung nach wurde Cyriakus um 300 von Papst Marcellus zum Diakon geweiht. Er starb vermutlich um 305 nach Christi. Zusammen mit anderen christlichen Märtyrern wurde er an der Via Ostiense begraben.

Mehr als 300 Jahre später sorgte Papst Honoris I. dafür, dass über der Grabstätte eine Kirche errichtet wurde.



Südansicht
Das Geläut Der Altar


Gottesdienstzeiten

Rosenkranzgebete:

sonntags 13.30 Uhr



Der Heilige Cyriakus

Name:
griechisch: KYRIAKOS, dem Herrn Geweihte, gehörig;
lateinisch: dominicus

Gedenktag: 8. August

Heimat: Rom

Todesjahr: um 305 durch Enthauptung

Attribut: Diakon mit gefesseltem Dämon (Drachen, Lindwurm)

Patronat:
- Helfer in heftigen Versuchungen
- Helfer gegen böse Geister
- Patron der Unterdrückten und Geknechteten
- Patron für die Sterbestunde
- Tröster bei schweren Zwangsarbeiten
- Winzerpatron



Der Heilige Cyriakus nach Matthias Grünewald (1460-1528). Flügel im sog. Heller-Altar (Historisches Museum Frankfurt). Grünewald malte den Heiligen Cyriakus für den sogenannten Heller-Altar in einer Grisaille-Malerei.

Der Heilige Cyriakus
nach Matthias Grünewald (1460-1528)

Grünewald malte den Heiligen Cyriakus für den sogenannten Heller-Altar in einer Grisaille-Malerei, das heißt nur mit Weiß-, Grau- und Schwarzabstufungen. Gerade diese hellen, fast leblosen Farben unterstreichen das Unheimliche in diesem Bild.

Artemia kniet neben dem Heiligen, die dargestellte Symptomatik lässt an ein mehrfach behindertes Mädchen denken (vergröberte Gesichtszüge, Bewegungsstörung und Deformierung im Bereich der Finger und Hände, mangelnde Kopfkontrolle); nach den Überlieferungen liegt bei der Diokletiantochter zusätzlich eine Epilepsie vor.

Der Heilige hält ein Buch mit einem Dreifaltigkeits-Segen in der einen Hand, während die rechte Hand den Kopf der Leidenden durch den straff um den Hals gezogenen Manipel hält und durch den Druck des Daumens den verkrampften Mund öffnen will, um den bösen Geist zum Entweichen zu zwingen.



Die Lebensgeschichte des Cyriakus

Die Lebensgeschichte des heiligen Cyriakus entstand im 6. Jahrhundert und besitzt rein legendären Charakter.

Die Legende erzählt:

Beim Bau der diokletianischen Thermen setzten die Römer Christen als Zwangsarbeiter ein. Die Aufseher gingen unmenschlich mit ihnen um, schlugen und misshandelten sie. Cyriakus und seine Gefährten halfen den Arbeitern, trösteten sie und flößten ihnen Mut ein. Nachdem Maximian, Statthalter von Rom, dies erfahren hatte, ließ er Cyriakus und seine Mithelfer ins Gefängnis werfen.

Im Kerker gelang es Cyriakus, blinde Gefangene zu heilen. Kaiser Diokletian, dessen Tochter Artemia von bösen Geistern besessen war, hörte von diesen wundersamen Taten und ließ den Heiler zu sich holen. Cyriakus rettete das Mädchen und durfte daraufhin den Kerker verlassen. Der ausfahrende Teufel prophezeite, er werde Cyriacus zwingen, nach Babylon - heute Han-al-Mahawil - zu gehen.

Bald darauf wurde Cyriacus tatsächlich vom Perserkönig gerufen, um dessen fallsüchtige und besessene Tochter zu heilen. Nachdem ihm dies gelungen war, ließen sich die königlichen Eltern und viele Perser taufen.

Cyriacus kehrte nach Rom zurück. Diokletian hatte ihm ein Haus geschenkt, aber nach dessen Abdankung im Jahr 305 ließ ihn Maximian abermals greifen, foltern, mit siedendem Pech übergießen und enthaupten. Ein Statthalter nahm das Haus von Cyriacus in Besitz, badete darin an der Stelle, an der Cyriacus zu taufen pflegte, und hielt ein Festmahl mit 19 Freunden, die alle zusammen eines plötzliches Todes starben. Das Badehaus wurde umgehend geschlossen und die Nicht-Christen begannen, die Christen daraufhin zu fürchten.

Cyriacus wurde an der Via Ostiensis begraben, Reliquien kamen u.a. nach Ancona, Neuhausen bei Worms, Bamberg und Altdorf im Elsass. In der Pfalz als Patron des Weinbaus verehrt, werden Cyriacus noch heute in einer Kapelle bei Deidesheim die ersten Trauben dargebracht. Hier soll er erschienen sein und einen "Wingertbalken" als Stütze bei Glatteis genommen haben; aber das Stadttor sei bei seinem Nahen nicht wie sonst von selbst aufgegangen. Erst als er den Stock an die Stelle, von wo er ihn genommen, zurückgebracht habe, soll sich das Stadttor "ohn unrecht Gut" wieder von selbst aufgetan haben.



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