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Die Sankt Anna Kirche

Die katholische St. Anna-Kirche in Tanau, eine "Filiale" der Pfarrkirche von Zimmerbach, ist genau genommen nur eine Kapelle. Der einfache Bildaltar des frühen Barock, zeigt Mariä Heimsuchung, welcher diese Kirche eigentlich geweiht ist.

Der linke Seitenaltar zeigt den Hl. Sebastian und der rechte St. Vitus.

Das Gnadenbild Anna Selbdritt, welches hier verehrt wird, stammt aus der Barockzeit.

Das wertvolle, geschnitzte Vesperbild auf der rechten Seite stammt aus der Zeit um 1420. Die Bilder der Kanzel zeigen die Evangelisten und die Kirchenlehrer. An der Empore sind die 12 Apostel abgebildet. Vom alten Chorgestühl sind noch die kunstvoll geschnitzten Wangen erhalten.



Unser Kirchlein in der Presse

Sonntagsblatt vom 26. August 2007 Zum Vergrößern einfach auf das Bild klicken!



 
   


Gottesdienstzeiten

Gottesdienst:
jeden 1. Mittwoch eines Monats um 19.00 Uhr

Rosenkranzgebete:
sonntags 13.30 Uhr
dienstags 19.00 Uhr



Das Glockengeläut

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Die heilige Anna

Gedenktag katholisch: 26. Juli
Tag der Entschlafung: 25. Juli
Tag der Empfängnis der Allerheiligsten Gottesmutter: 9. Dezember
Name bedeutet: die Begnadete (hebräisch)

Die heilige Anna ist die Mutter Mariens, also die Großmutter von Jesus Christus. Wir wissen ihren Namen zwar nicht aus der Heiligen Schrift selbst. Aber schon im Jahre 150 war dieser Name bekannt, und zwar wird er im so genannten „Protoevangelium des Jakobus" erwähnt. Die heilige Anna wurde im Osten seit dem 6. Jahrhundert sehr verehrt, zusammen mit ihrem Gemahl, dem heiligen Joachim.

Über das Leben der heiligen Anna ist uns nichts überliefert worden. Doch wenn ihre Tochter Maria dazu ausersehen wurde, die Mutter Gottes zu werden - dann muss sie eine tief religiöse und heilige Frau gewesen sein! Das christliche Volk hat das schon immer gespürt und hat die heilige Anna seit alters herzlich verehrt.

Bei uns in Deutschland wird die heilige Anna besonders als Mutter verehrt. Man stellte sie im Mittelalter gern als ältere Frau dar, die auf ihrem Schoß oder auf ihrem Arm ihre Tochter Maria hat. Und zugleich wird auch das kleine Jesuskind abgebildet. Solche Statuen oder Bilder heißen dann „Die heilige Anna Selbdritt".

Die Darstellung der "Anna selbdritt" - also eine Zusammenfassung von Anna, Maria und dem Jesuskind - war wohl seit Jahrhunderten so beliebt, weil der Gläubige in ihr die drei wichtigsten Personen des Heilsgeschehens verehren und um Hilfe in der Not des Lebens bitten konnte.

Anna und Joachim waren nach apokryphen Evangelien des 2. bis 6. Jahrhunderts - erstmals im Protevangelium des Jakobus um 150 - die Eltern der Maria und somit die Großeltern von Jesus. Die legendäre Lebensgeschichte ist dem alttestamentlichen Vorbild von Hanna und ihrem Sohn Samuel (1. Samuel 1 - 2) nachgezeichnet: erst nach zwanzigjähriger kinderlose Ehe gebar Anna die Maria. Nach der Legenda Aurea hatte die betagte Anna nach Joachims Tod noch zwei weitere Ehemänner.

Anna und Joachim wurden mit reicher Ausgestaltung in den Legenden schon in frühchristlicher Zeit dargestellt, seit dem 6. Jahrhundert wird Anna als Marias Mutter verehrt. Der Anna-Kult erreichte in Europa im späten Mittelalter seinen Höhepunkt, als 1481 Papst Sixtus IV. den Gedenktag der Anna in den römischen Kalender aufnahm; 1584 bestimmte Papst Gregor XIII. ihren Festtag. Seit 1500 liegen angeblich Reliquien von Anna in Düren, weitere liegen in Wien und anderen Städten. Wallfahrten gab es in Annaberg in Niederösterreich, in Nantes und Anne d'Aury in Frankreich.

Anna ist die Patronin von Florenz, Innsbruck, Neapel, der Bretagne; der Mütter und der Ehe, der Hausfrauen, Hausangestellten, Witwen, Armen, Arbeiterinnen, Bergleute, Weber, Schneider, Strumpfwirker, Spitzenklöppler, Knechte, Müller, Krämer, Schiffer, Seiler, Tischler, Drechsler, Goldschmiede; der Bergwerke; für eine glückliche Heirat, für Kindersegen und glückliche Geburt, für Wiederauffinden verlorener Sachen und Regen; gegen Fieber, Kopf-, Brust- und Bauchschmerzen, Gewitter.



Anna selbdritt Albrecht Dürer (1471 - 1528): Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind. Diese verbreitete Form der Darstellung nennt sich auch "Anna selbdritt" [Metropolitan Museum of Art, New York]

Maria Heimsuchung (Vistatio)

Gedenktag katholisch: 31. Mai
Fest im deutschen Sprachraum: 2. Juli

Gedenktag evangelisch: 2. Juli

Gedenktag anglikanisch: 31. Mai oder 2. Juli


Die Heimsuchung bezeichnet die Begegnung von Maria und Elisabeth, die Lukas in seinem Evangelium (1, 39 - 56) schildert. Das Fest Mariä Heimsuchung stammt ursprünglich aus dem Orient, 1263 führte Bonaventura das Fest im Franziskanerorden am 2. Juli als Oktavtag zum Geburtstag Johannes', des Täufers, ein. 1568 wurde das Fest auf die ganze katholische Kirche ausgedehnt.

Nach dem römischen Kalender wird das Fest seit 1969 am 31. Mai gefeiert; im deutschen Sprachraum ist mit Rücksicht auf die Volksfrömmigkeit der alte Termin 2. Juli beibehalten worden.

Zur Abwehr von Blitzeinschlägen wurden früher an Mariä Heimsuchung Haselzweige an die Fenster gehängt.

Bauernregel:
"Regnet's am Marientage, gibt's zwei Wochen Regenplage!"



Maria besucht Elisabeth von Marx Reichlich (1511), Alte Pinakothek in München

Mehr Informationen,...

...so zum Beispiel auch zum "Anna-Lied", finden Sie hier !



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St. Cyriakus, Zimmerbach Feste